Was hilft gegen Schlafstörungen?

Breckle BoxspringbettenIn der Bevölkerung sind Schlafstörungen weit verbreitet. Laut des Robert-Koch-Instituts leidet jeder vierte in Deutschland unter den lästigen Einschlaf- und Durchschlafstörungen. Bei vielen sind die Symptome und Beschwerden glücklicherweise nur von kurzer Dauer. Doch was ist zu unternehmen wenn die Schlafstörungen über Wochen andauern und keine Besserung in Sicht ist? Der nachfolgende Ratgeber gibt Ihnen Aufschluss über die Symptome, die Ursachen, der Diagnose sowie hilfreiche Tipps für einen gesunden und erholsamen Schlaf. Denn nichts ist wichtiger als am nächsten Morgen aufzuwachen und fit in den neuen Tag zu starten.

Ein gesunder Schlaf ist das A und O

Was hilft gegen Schlafstörungen?Jeder von uns braucht genügend Schlaf um sich von den Strapazen und Ereignissen des Vortags zu erholen. Wie viel Schlaf ein Mensch wirklich braucht, hängt letztendlich von vielen verschiedenen Faktoren ab. Doch die Mehrheit der Bevölkerung benötigt täglich zwischen sechs und acht Stunden Schlaf. Während des nächtlichen Schlafs sammelt der Körper nicht nur neue Kräfte und regeneriert sich, sondern es laufen ebenfalls zahlreiche andere Prozesse im Körper ab, die für die Gesundheit unabdingbar sind. In den verschiedenen Schlafphasen passiert folgendes im Körper:

  • das Gehirn schüttet Wachstumshormone aus
  • neue Zellen werden gebildet
  • Organe und Haut werden erneuert
  • neue Nervenzellen werden vernetzt

An diesen Prozessen wird deutlich wie wichtig ein gesunder und erholsamer Schlaf für jeden Menschen ist. Aus diesem Grund sollten Unregelmäßigkeiten, die über einen längeren Zeitraum andauern, ärztlich untersucht werden. Denn mit Schlafstörungen ist nicht zu spaßen. Sie können auf einen langen Zeitraum gesehen sowohl physische als auch psychische Folgen haben.

Was sind Schlafstörungen?

Unter Schlafstörungen, auch Insomnie genannt, werden alle Störungen des eigentlichen Schlafrhythmuses zusammengefasst. Dazu zählen neben Einschlafstörungen ebenfalls die Durchschlafstörungen, die von vielen Faktoren ausgelöst werden können.

Betroffene haben Probleme beim Einschlafen, sie wachen nachts häufig aus unerfindlichen Gründen auf und fühlen sich tagsüber abgeschlagen und gerädert, sodass Müdigkeit und Unkonzentriertheit vorprogrammiert sind.

Doch ab wann wird von einer Schlafstörung gesprochen? Und vor allem ab wann sollte ein Arzt aufgesucht werden? Schlafstörungen, die nur wenige Tage andauern sind in den meisten Fällen harmlos und durch Krankheit oder durch stressige und belastende Situationen bedingt. Sollten die Schlafstörungen allerdings länger als drei Wochen anhalten und Sie bemerken, dass die Auswirkungen ebenfalls schon im Alltag spürbar sind, dann wird es höchste Zeit für einen Arztbesuch. Der Arzt kann dann diagnostizieren ob eine Schlafstörung vorliegt und Ihnen entsprechende Mittel und Wege aufweisen um diesen entgegenzuwirken.

Ursachen für Schlafstörungen

Das Spektrum an Ursachen für Schlafstörungen ist breit gefächert. Doch hauptsächlich werden die Störungen in der Nacht durch folgende Ursachen ausgelöst:

Ursachen Folgen
Psychiatrische Erkrankungen Depressionen, Angststörungen, Demenz
Gehirnerkrankungen Parkinson, Multiple Sklerose, Epilepsien, Schlaganfall, Gehirntumore
Nächtliche Atmungsstörungen Schnarchen
Sonstige Erkrankungen Krebserkrankungen, hormonelle und chronische-entzündliche Erkrankungen
Drogen und Medikamente Alkohol, Schlafmittel, Tabletten
Schlafgewohnheiten und –umgebung Lichtverhältnisse, Lärm, Temperatur
Psychosoziale Probleme private oder berufliche Belastungen

So werden Schlafstörungen diagnostiziert

In der Regel wird beim Gespräch mit dem jeweiligen Facharzt die Krankengeschichte des Patienten erhoben, um so die Schlafstörungen einordnen zu können. Zudem werden dem Patienten Fragen zu seinem oder ihrem Schlafverhalten gestellt. Typische Fragen bzw. Punkte nach denen gefragt werden sind:

  • Essverhalten
  • Abendprogramm
  • Schlafenszeiten
  • Gewohnheiten und Rituale vor dem und beim Schlafen
  • Dauer vor dem Einschlafen
  • Schlafverhalten
  • Dauer und Häufigkeit der Aufwachphasen
  • Träume
  • Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit am Tag
  • Medikamente

Nach dem Erstgespräch wird der Patient darum gebeten ein Schlaftagebuch bzw. Schlafprotokoll zu führen, in dem alle Störungen und Vorkommnisse festgehalten werden. Es kann ebenfalls zu einer apparativen Untersuchung kommen. Bei dieser wird über einige Wochen die Bewegungsaktivität durch einen Aktometer aufgezeichnet. Dieses Gerät kommt einer Uhr am Handgelenk gleich und ist somit nicht störend im Alltag. Sollten die Schlafstörungen von extremer Dauer sein und dem Arzt zu komplex erscheinen, dann kommt es zu einer Untersuchung im Schlaflabor.

Behandlung von Schlafstörungen

Je nach Ursache werden die Schlafstörungen gezielt durch den Haus- oder Facharzt behandelt. Im ersten Schritt erfolgt die Aufklärung über Schlafstörungen sowie ersten Tipps um diesen gezielt entgegenzuwirken. Bei starken Schlafstörungen wird häufig eine Behandlung mit Medikamente oder auch eine Verhaltenstherapie durchgeführt.

Behandlung mit Medikamenten

Verhaltenstherapie

  • wird vor allem bei Schlafstörungen, die durch Angststörungen oder Depressionen bedingt sind, angewendet
  • nur unter ärztlicher Kontrolle
  • Schlafmittel sollten nur über einen kurzen Zeitraum eingenommen werden
  • pflanzliche Mittel helfen meist nur bedingt
  • bei besonders starken und nicht in den Griff zu bekommenden Schlafstörungen
  • meistens ambulante Therapie (häufig in kleinen Gruppen)
  • dauert in der Regel zwei bis drei Monate
  • wöchentliche Sitzungen

Vor- und Nachteile der Tipps gegen Schlafstörungen

  • eine Medikamenteneinnahme kann meist vermieden werden
  • viel können Sie schon über Kleinigkeiten wie Rituale und eine ruhige Atmosphäre verbessern
  • Medikamente sollten nur unter unter ärztlicher Kontrolle eingenommen werden

Mit diesen Tipps Schlafstörungen entgegenwirken

Sollten Sie hin und wieder unter leichten Schlafstörungen leiden, dann können die nachfolgenden Tipps und Tricks möglicherweise Abhilfe schaffen und Ihnen einen gesunden und vor allem erholsamen Schlaf in der Nacht ermöglichen:

  • regelmäßiges zu Bett gehen
  • 18 °C Zimmertemperatur
  • bequeme Matratze und Kopfkissen
  • spätes Essen vermeiden
  • kein bzw. wenig Alkohol und Nikotin
  • keine stark belastenden Aktivitäten kurz vor dem Schlafen gehen
  • Aufregungen, zum Beispiel durch Streit oder Filme, vermeiden
  • am Tage nicht schlafen
  • am späten Nachmittag und Abend Cola und Kaffee vermeiden
  • Entspannungsübungen
  • warmes Bad

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