Was hilft gegen Schlafstörungen?
Ein gesunder Schlaf ist das A und O

- das Gehirn schüttet Wachstumshormone aus
- neue Zellen werden gebildet
- Organe und Haut werden erneuert
- neue Nervenzellen werden vernetzt
An diesen Prozessen wird deutlich wie wichtig ein gesunder und erholsamer Schlaf für jeden Menschen ist. Aus diesem Grund sollten Unregelmäßigkeiten, die über einen längeren Zeitraum andauern, ärztlich untersucht werden. Denn mit Schlafstörungen ist nicht zu spaßen. Sie können auf einen langen Zeitraum gesehen sowohl physische als auch psychische Folgen haben.
Was sind Schlafstörungen?
Unter Schlafstörungen, auch Insomnie genannt, werden alle Störungen des eigentlichen Schlafrhythmuses zusammengefasst. Dazu zählen neben Einschlafstörungen ebenfalls die Durchschlafstörungen, die von vielen Faktoren ausgelöst werden können.
» Mehr InformationenBetroffene haben Probleme beim Einschlafen, sie wachen nachts häufig aus unerfindlichen Gründen auf und fühlen sich tagsüber abgeschlagen und gerädert, sodass Müdigkeit und Unkonzentriertheit vorprogrammiert sind.
Doch ab wann wird von einer Schlafstörung gesprochen? Und vor allem ab wann sollte ein Arzt aufgesucht werden? Schlafstörungen, die nur wenige Tage andauern sind in den meisten Fällen harmlos und durch Krankheit oder durch stressige und belastende Situationen bedingt. Sollten die Schlafstörungen allerdings länger als drei Wochen anhalten und Sie bemerken, dass die Auswirkungen ebenfalls schon im Alltag spürbar sind, dann wird es höchste Zeit für einen Arztbesuch. Der Arzt kann dann diagnostizieren ob eine Schlafstörung vorliegt und Ihnen entsprechende Mittel und Wege aufweisen um diesen entgegenzuwirken.
Ursachen für Schlafstörungen
Das Spektrum an Ursachen für Schlafstörungen ist breit gefächert. Doch hauptsächlich werden die Störungen in der Nacht durch folgende Ursachen ausgelöst:
» Mehr Informationen| Ursachen | Folgen |
|---|---|
| Psychiatrische Erkrankungen | Depressionen, Angststörungen, Demenz |
| Gehirnerkrankungen | Parkinson, Multiple Sklerose, Epilepsien, Schlaganfall, Gehirntumore |
| Nächtliche Atmungsstörungen | Schnarchen |
| Sonstige Erkrankungen | Krebserkrankungen, hormonelle und chronische-entzündliche Erkrankungen |
| Drogen und Medikamente | Alkohol, Schlafmittel, Tabletten |
| Schlafgewohnheiten und –umgebung | Lichtverhältnisse, Lärm, Temperatur |
| Psychosoziale Probleme | private oder berufliche Belastungen |
So werden Schlafstörungen diagnostiziert
In der Regel wird beim Gespräch mit dem jeweiligen Facharzt die Krankengeschichte des Patienten erhoben, um so die Schlafstörungen einordnen zu können. Zudem werden dem Patienten Fragen zu seinem oder ihrem Schlafverhalten gestellt. Typische Fragen bzw. Punkte nach denen gefragt werden sind:
» Mehr Informationen- Essverhalten
- Abendprogramm
- Schlafenszeiten
- Gewohnheiten und Rituale vor dem und beim Schlafen
- Dauer vor dem Einschlafen
- Schlafverhalten
- Dauer und Häufigkeit der Aufwachphasen
- Träume
- Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit am Tag
- Medikamente
Nach dem Erstgespräch wird der Patient darum gebeten ein Schlaftagebuch bzw. Schlafprotokoll zu führen, in dem alle Störungen und Vorkommnisse festgehalten werden. Es kann ebenfalls zu einer apparativen Untersuchung kommen. Bei dieser wird über einige Wochen die Bewegungsaktivität durch einen Aktometer aufgezeichnet. Dieses Gerät kommt einer Uhr am Handgelenk gleich und ist somit nicht störend im Alltag. Sollten die Schlafstörungen von extremer Dauer sein und dem Arzt zu komplex erscheinen, dann kommt es zu einer Untersuchung im Schlaflabor.
Behandlung von Schlafstörungen
Je nach Ursache werden die Schlafstörungen gezielt durch den Haus- oder Facharzt behandelt. Im ersten Schritt erfolgt die Aufklärung über Schlafstörungen sowie ersten Tipps um diesen gezielt entgegenzuwirken. Bei starken Schlafstörungen wird häufig eine Behandlung mit Medikamente oder auch eine Verhaltenstherapie durchgeführt.
» Mehr Informationen|
Behandlung mit Medikamenten |
Verhaltenstherapie |
|---|---|
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Vor- und Nachteile der Tipps gegen Schlafstörungen
- eine Medikamenteneinnahme kann meist vermieden werden
- viel können Sie schon über Kleinigkeiten wie Rituale und eine ruhige Atmosphäre verbessern
- Medikamente sollten nur unter unter ärztlicher Kontrolle eingenommen werden
Mit diesen Tipps Schlafstörungen entgegenwirken
Sollten Sie hin und wieder unter leichten Schlafstörungen leiden, dann können die nachfolgenden Tipps und Tricks möglicherweise Abhilfe schaffen und Ihnen einen gesunden und vor allem erholsamen Schlaf in der Nacht ermöglichen:
» Mehr Informationen- regelmäßiges zu Bett gehen
- 18 °C Zimmertemperatur
- bequeme Matratze und Kopfkissen
- spätes Essen vermeiden
- kein bzw. wenig Alkohol und Nikotin
- keine stark belastenden Aktivitäten kurz vor dem Schlafen gehen
- Aufregungen, zum Beispiel durch Streit oder Filme, vermeiden
- am Tage nicht schlafen
- am späten Nachmittag und Abend Cola und Kaffee vermeiden
- Entspannungsübungen
- warmes Bad
In der Bevölkerung sind Schlafstörungen weit verbreitet. Laut des Robert-Koch-Instituts leidet jeder vierte in Deutschland unter den lästigen Einschlaf- und Durchschlafstörungen. Bei vielen sind die Symptome und Beschwerden glücklicherweise nur von kurzer Dauer. Doch was ist zu unternehmen wenn die Schlafstörungen über Wochen andauern und keine Besserung in Sicht ist? Der nachfolgende Ratgeber gibt Ihnen Aufschluss über die Symptome, die Ursachen, der Diagnose sowie hilfreiche Tipps für einen gesunden und erholsamen Schlaf. Denn nichts ist wichtiger als am nächsten Morgen aufzuwachen und fit in den neuen Tag zu starten.